Montag, 13. Oktober 2008

Living in America...Teil 1

...naja, nicht ganz, aber fast.

Richmond
Ich bin jetzt seit etwas über einer Woche in Richmond, der Hauptstadt des Bundesstaates Virginia. Das Wetter hier ist echt angenehm, man kann problemlos in Rock und T-Shirt rumlaufen - herrlich! Nur abends wird es früh dunkel und recht kühl. Wir haben das Wetter gleich genutzt, um uns an den James River auf Belle Isle zu setzen und ein wenig das Wetter und Wasser zu genießen. Von dort hat man außerdem einen super Ausblick auf die Skyline. Da Markus letzte Woche noch gearbeitet hat, habe ich mich den Rest der Woche allein auf den Weg gemacht, die Stadt etwas zu erkunden. Los ging's mit dem Hollywood Cemetery, einem wunderschön angelegten Friedhof, auf dem zwei der Präsidenten begraben liegen (die ich allerdings trotz Karte und intensiver Suche nicht ausfindig machen konnte). Die Besichtigung des Virginia State Capitol, dem Regierungssitz des Bundesstaates, darf natürlich auch nicht fehlen. Hier werden einstündige Führungen gemacht - nur leider war ich in der ersten halben Stunde die einzige Teilnehmerin und kam mir vor als hätte ich Einzelunterricht in amerikanischer Geschichte. ;-) Davon abgesehen war die Dame aber sehr nett und die Führung wirklich kurzweilig. Ansonsten haben wir die typischen Sachen gemacht, um die man in Amerika einfach nicht herumkommt: Shopping-Mall und Walmart-Supercenter (ich wollte es nicht glauben, aber "mal eben einkaufen gehen" gibt's hier nicht, es ist alles einfach nur riesig und dauert ewig). Beim nächsten Einkauf werde ich versuchen, bei Walmart einen der "Scooter" zu ergattern, die einem das Laufen ersparen (für Ältere auf jeden Fall eine super Erfindung), und durch den Markt cruisen.

Washington
Am Samstag waren wir dann in Washington, was nur 100Meilen von Richmond entfernt liegt. Es war schon toll und beeindruckend, all die Gebäude und Monumente, die man sonst nur aus dem Fernsehen kenn, mal live zu bestaunen. Wir sind unglaublich viel gelaufen und waren acht Stunden unterwegs, um uns ein paar Sehenswürdigkeiten (Pentagon, Capitol, Washington Monument, das Weiße Haus und das Lincoln Memorial) anzuschauen. Am Pentagon sind wir direkt in ein Fettnäpfchen getreten: Wir haben Fotos gemacht, bis ein Polizeiwagen hupend vorgefahren kam und der Polizist uns herzitiert hat. Da wo wir standen durfte man nicht fotografieren sondern erst 200m weiter, was natürlich nirgens auf einem Hinweisschild stand. Haben wir dann gemacht und alles war gut. Die Logik dahinter habe ich aber bis heute nicht verstanden...Nachdem Markus mich schon vorgewarnt hatte, dass das Weiße Haus nun nicht sooo groß und spektakulär sei, war ich doch etwas sprachlos, als ich es gesehen hab. Es steht recht unscheinbar zwischen den Bäumen der Parkanlage und geschätzte 150m vom Zaun entfernt, so dass man schon sehr genau hinschauen muss, um die "Weiße Hütte" (dieser Begriff wäre meiner Meinung nach etwas treffender) zu sehen. ;-) Bilder gibt's im StudiVZ...

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