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Eine Sache, an der man natürlich nicht vorbeikommt, wenn man schon Toronto ist, sind die Niagara-Fälle. Obwohl ich eigentlich alles Mögliche gerne selber organisiere, habe ich mich dieses Mal einer organisierten Tagesreise angeschlossen, die von meinem Hostel angeboten wurde. In diesem Fall sicher von Vorteil, weil die Niagara Fälle ohne eigenes Gefährt nur umständlich zu erreichen sind. Außerdem ist es ganz nett, wenn man vom Busfahrer noch das ein oder andere erzählt bekommt oder hier und da mal anhält, um zu gucken.
Als wir in der Stadt Niagara Falls ankamen, war ich erstmal etwas enttäuscht, denn direkt neben den Fällen gibt es eine Art 'Mini Las Vegas', was dem ganzen doch ordentlich die Natürlichkeit und Romantik raubt. Damit hatte ich nicht gerechnet. Schließlich würden wir hier auch kein Kasino-Paradies neben Schloss Neuschwanstein hinzementieren. "Welcome to America" kann ich da nur sagen! Ich habe also beschlossen, mich für den Rest des Tages nicht mehr Richtung Stadt umzudrehen.
Das erste, was wir gemacht haben, war die Fahrt mit einem der "Maid of the Mist"-Boote, die in die Gischt hineinfahren. Ganz schön nass, sag ich euch! Zum Schutz gab's dann nen blauen "Schlumpf"-Poncho. Spaß pur! :-) Schaut's euch an:

Auf dem Weg zu den kanadischen Horseshoe Falls

Horseshoe Falls von oben
Mit dem Boot ging's zuerst an den amerikanische Fällen vorbei, die schön, aber weit weniger beeindruckend sind als die kanadischen Fälle. Und dann ab zu den Horseshoe Falls, den hufeisenförmigen, kanadischen Fällen. Auf dem Boot hat man das Gefühl als wäre man fast unter dem Wasserfall, von oben allerdings sah es halb so dramatisch aus. So kann man sich täuschen.
Hier noch mehr Bilder:

Die amerikanischen Fälle


Und alles zusammen
Zwar hatte ich nen netten Australier kennen gelernt, mit dem ich dort rumgeschlendert bin, ich habe aber gemerkt, dass man für etwas wie die Niagara-Fälle jemanden braucht, der einem nahe steht. Ich konnte die Momente nicht so greifen, wie ich es gerne gewollt hätte. Aber egal! Ich weiß, dass ich hier definitiv nicht zum letzten Mal war!
Am Montag Abend bin ich schließlich in Toronto angekommen, dem Ziel meiner Ostkanada-Reise. Hier habe ich die letzten vier Tage meiner Zeit in Kanada verbracht.
Toronto ist wirklich ganz anders als die anderen kanadischen Städte, die ich bis dahin gesehen hatte. Einfach typisch amerikanisch. So wohl ich mich in Vancouver auch gefühlt habe - Toronto ist schon eine andere Hausnummer. Aber leider im Winter mit etwa - 30°C viel zu kalt! Definitiv!
Die erste Station war natürlich der CN-Tower, der mit seinen 553 m das höchste freistehende Gebäude in Nordamerika ist. Der Blick über die Stadt und den Lake Ontario ist schon toll! Besondere Herausforderung ist der Glass Floor, der 1994 eröffnet wurde. Es ist schon ein komisches Gefühl, "nur" ein paar Zentimeter Glas unter den Füßen zu haben und so in die Tiefe zu schauen. Aber: Er hält das Gewicht von 23 Nilpferden aus und das erreiche ich auch nach neun Monaten Kanada nicht!




Der Glasboden


Und weg ist der Drops...! ;-)

Flatiron-Building mit den zwei Türmen der Canada Trust und dem CN-Tower
Nach der Besichtigung des CN-Towers war ich erstmal ziemlich ratlos und planlos. Einfach deswegen, weil ich mit Toronto einzig diesen Turm als Sehenswürdigkeit verband und keine Ahnung hatte, was die Stadt noch zu bieten hat. Also war erst einmal Mittag essen und lesen angesagt. Und wie ich schon geahnt hatte, es gab natürlich einiges zu sehen. Angefangen beim Kensington Market (einem typischen kleinen Markt) und Chinatown (was eigentlich überall gleich aussieht), dann die Waterfront an sich und schließlich das Eaton Centre, ein riesiges, typisch amerikanisches Einkaufszentrum. Von den ganzen Museen mal abgesehen.

Kensington Market

Das Eaton Centre mit Mini Times Square vor der Tür

Altes und neues Rathaus
Eigentlich wäre ich noch gerne auf die Inseln rübergefahren, um mir die Skyline anzuschauen. Leider gab es aber in den Tagen einen Streik der Stadt und deshalb fuhren die Fähren nicht. Aber: Es wird sicher nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich in Toronto war! Da bin ich mir sicher!
Im nächsten Post gibt's dann etwas über meinen Ausflug zu den Niagara Falls!