Montag, 24. November 2008

Sightseeing

Das wird mein bisher "höchster" Post in meinem Blog, ich sitze nämlich gerade 181 m über N.N. auf dem Vancouver Lookout. Aber mehr dazu später. Obwohl ich jetzt schon über einen Monat in Vancouver bin, hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, noch nicht wirklich viel von der Stadt gesehen zu haben. Das soll sich jetzt ändern. Da wir dieses Wochenende wirklich sehr schönes Wetter hatten, war dies die beste Gelegenheit für ein wenig Sightseeing.

Kitsilano Beach und Granville Island
Kitsilano, auch Kits genannt, ist ein ehemaliges Hippie-Viertel in Vancouver. Da wir erst am späten Nachmittag aufgebrochen sind und es nicht mehr lange hell blieb, haben wir uns das Viertel selbst nicht angeschaut, sondern sind einfach am Kitsilano Beach entlang spaziert mit einem wunderschönen Blick auf Downtown Vancouver und die Berge im Hintergrund.
Die "Promenade" am Kitsilano Beach hat uns dann direkt in Richtung Granville Island, einer kleinen Halbinsel unterhalb der Granville Bridge zwischen Vancouver und Downtown Vancouver, geführt. Hier hat man die Möglichkeit, über den Public Market zu schlendern, kulinarische Köstlichkeiten zu kaufen und zu probieren, sich aber auch in kleinen Souvenirläden und Geschäften aller Art zu verlieren. Anschließend haben wir uns (damit meine ich Jana, ein deutsches Mädel, und natürlich mich, ich war auch dabei ;-) ) für geschlagene sechs Stunden in ein Studentencafé, -pub oder wie auch immer man es bezeichnen mag gesetzt und leckeren Kaffee, Kuchen, Bagels und Bier genossen...Obwohl die Stadt Vancouver mit über 500.000 Einwohnern und einer Metropolitan Area von über 2 Mio. EW sicher nicht zu den kleinsten Städten gehört, ist es nicht einfach nachts nach Hause zu kommen, weil die SkyTrain nur bis Mitternacht fährt und einem nur die Nachtbusse bleiben. Also habe ich von kurz vor eins bis bis kurz nach drei gebraucht, um nach Hause zu kommen, ein Pizza-Stopp inklusive...

Vancouver Lookout
Wie ich schon geschrieben habe, sitze ich gerade auf dem Vancouver Lookout (natürlich nicht drauf sondern drin) und es beginnt zu dämmern. Auf dem Lookout hat man die Möglichkeit, sich mal einen 360°-Blick über die Stadt und das Umland zu verschaffen. Eigentlich eine der ersten Sachen, die man als Besucher machen sollte. Zwar ist die Aussichtsplattform nicht außergewöhnlich hoch, aber man hat bei gutem Wetter einen tollen Blick auf den Stanley Park, die teilweise schneebedeckten Berge, den Hafen, die Stadt selbst und die Nachbarstädte Burnaby (wo ich momentan noch wohne) und New Westminster. Auf der Südseite konnte ich sogar Mount Baker in den USA sehen. Meine Karte gilt den ganzen Tag, ich werde also nachher nochmal wiederkommen, um mir die Stadt bei Nacht anzuschauen.

Ich habe außerdem noch eine andere tolle Entdeckung gemacht: Da Vancouver für Canada das ist, was Hollywood für die USA ist, laufen hier doch auch gerne mal die ein oder anderen Berühmtheiten rum. Und da der Grocery Store, in dem ich arbeite, ziemlich dicht an den teuren Hotels liegt, kommen einige doch gerne mal bei "uns" einkaufen. Nachdem mir meine Kollegin erzählt hat, dass sie schon Jessica Biel, Katie Holmes und einige andere bedient hat und das Owen Wilson wohl auch letztens da war, war ich erstmal aufgeregt wie ein kleines Kind. Ich hoffe, ich habe Glück und bekomme auch mal den ein oder anderen VIP zu Gesicht. Ich freue mich schon auf morgen: Es ist Montag! Und ich arbeite!

Ich beginne außerdem, mich mit den typischen nordamerikanischen Eigenschaften anzufreunden: So unpraktisch es in der überfüllten SkyTrain auch ist, ich genieße es, morgens aus meiner neuen "Tim Horton's Coffee Mug" meinen "Coffee to go" zu schlürfen...

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