Heute vor zehn Monaten habe ich mich auf den Weg in die große, weite Welt gemacht und ich denke, es ist endlich an der Zeit für meinen letzten Blog-Eintrag.
Going home: Gar nicht so einfach...!
Planmäßig sollte ich von Toronto über Chicago nach Frankfurt fliegen. Das an sich ist schon umständlich, weil ich durch den Umweg über die USA wieder dort einreisen und die üblichen Formulare ausfüllen musste. Aber gut, ich hatte halt American Airlines gebucht und da führt kein Weg an den USA vorbei. Als ich in Chicago ankam, wurde mein Weiterflug bereits mit 30 Minuten Verspätung angezeigt. Daraus wurde dann eine Stunde, anderthalb Stunden und schließlich zwei Stunden. Mit den Informationen, woran die Verspätung nun lag, hielten sich die guten Angestellten von American Airlines jedoch zurück - abgesehen davon, dass es nahezu unmöglich ist, die Flughafendurchsagen zu verstehen. Nur die letzte Durchsage war eindeutig: "Your flight with American Airlines has been cancelled. For reservations please call 0800-XYZ or ask your travel agent." Da musste ich echt erstmal schlucken. Ich hatte das Gefühl, dass alle Leute um mich herum ihre Handys zückten und auf den Schalter zustürmten. Ich hatte kein Handy mehr, also hab ich mich erstmal am Schalter angestellt und alle Leute um mich herum gefragt, was denn jetzt passiert. Nach dem ersten Schreck hieß es dann warten und warten und warten. Komisch war nur, dass zu Beginn ca. 20 Leute vor mir und der Rest hinter mir stand. Nach zwei Stunden standen immer noch geschätzte 15 Leute vor mir, aber fast keiner mehr hinter mir. Wie haben die das nur gemacht?!? Nach etwa zweieinhalb Stunden stand ich dann endlich am Schalter, nur waren natürlich nicht mehr wirklich viele Flüge verfügbar. Letztlich gab es dann noch einen, der am nächsten Tag nach London ging und am übernächsten dann weiter nach Frankfurt. Obwohl das für mich hieß, dass ich einen Tag später ankomme mit einer Reisezeit von mehr als 40 Stunden, hatte ich zumindest zwei wenn auch kurze Übernachtungen in Hotels, die ich mir sonst nie hätte leisten können. Auch mal nett!
Has been great, eh...?
Das würde der Kanadier jetzt wahrscheinlich sagen. Und dem kann ich nicht viel hinzufügen. Es waren wirklich unglaublich tolle neun Monate und eine Zeit, die ich ganz sicher nie in meinem Leben vergessen werde. Auch wenn es mir jetzt schon manchmal so vorkommt als wäre ich nie weggewesen. Danke an alle, die diese Erfahrung mit mir geteilt haben! Besonders natürlich an Markus, der mich in meinem Vorhaben immer unterstützt hat und immer überzeugt war, dass wir das schaffen! Und das haben wir auch!
Yes, it has been great!
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