So, da bin ich nun! Allein in der großen, weiten Welt. Ich hab mich auf dem Flug nach Seattle und auf der Busfahrt nach Vancouver wie im falschen Film gefühlt. Ich konnte mich an dem Tag nicht wirklich freuen...im Gegenteil. Aber ich wusste, dass ich ganz herzlich von Jean (meiner "Gastmutter") empfangen werden würde. Und so war es dann auch. Ich fühle mich bei ihr sehr wohl und sie ist wirklich eine Seele von Mensch! Somit war Dienstag Abend die Welt wieder so halbwegs in Ordnung.
Am Mittwoch bin ich dann zum ersten Mal los Richtung Downtown Vancouver, schließlich gab es einiges zu erledigen: Sozialversicherungsnummer beantragen, Bankkonto eröffnen und dann natürlich die Suche nach nem Job. Mir war lange nicht mehr so mulmig und ich hab mich auch lange nicht mehr so einsam gefühlt wie an dem Tag. Aber der Tag war dann doch so erfolgreich, dass die "traurige" Stimmung einigermaßen schnell verflogen war. Innerhalb von zwei Stunden hatte ich meine Nummer und mein Konto und die Jobsuche verläuft hier allgemein unkompliziert. Überall hängen Schilder mit "hiring now". Man geht rein, spricht kurz mit den Leuten und gibt seinen Lebenslauf ab. Ich bin jetzt schon mehr als eine Hand voll los...hauptsächlich Cafés und Lebensmittelläden und jetzt zeigt sich die Tage, ob ich Erfolg hatte...mal schauen, bin schon gespannt...
Durch Zufall habe ich übers StudiVZ auch einen deutschen Stammtisch der Work&Traveller hier in Vancouver gefunden und somit werde ich morgen Abend dann zum ersten Mal auf Gleichgesinnte treffen...ich freue mich schon! :-)
Ansonsten hab ich von der Stadt noch nicht viel gesehen, aber das wird sich sicher bald ändern...bis dahin macht's gut...!
Freitag, 24. Oktober 2008
Living in America...Teil 2
Zunächst noch ein paar Zeilen zu meiner zweiten Woche in Richmond, die eigentlich nicht großartig in Richmond stattfand...
New York City
Am Dienstag sind Markus und ich nach New York geflogen. Obwohl es für mich bereits das dritte Mal in dieser wundervollen Stadt war, hat sie mich ein weiteres Mal absolut in ihren Bann gezogen, anders kann ich es wirklich nicht sagen.

Sie ist zwar hektisch und laut, aber gleichzeitig grün und ruhig. Wir haben in den vier Tagen hauptsächlich die klassischen Touristensachen gemacht, die ich hier nicht weiter ausführen brauche.

Besonderer Tipp für alle, die mal nach New York fliegen: Schaut euch die Stadt von oben an und zwar nicht nur vom Empire State Building, sondern vom "Top of the Rock" Observation Deck des Rockefeller Center. Von hier hat man einen unglaublichen Blick auf den Central Park und auf das Empire State Building...
In den Bergen
Zwei Tage vor meiner Abreise nach Kanada waren wir in den Appalachen und sind den Skyline Drive entlang gefahren. Ich wollte immer mal den Indian Summer sehen und dafür war die Zeit eigentlich perfekt. Die Blätter leuchten in dieser Region meist zwischen dem 10. und 25. Oktober in den tollsten Farben. Leider hat sich der Indian Summer dieses Jahr scheinbar etwas verspätet. Wenn man in die Ferne geschaut hat, konnte man den nahenden Farbwechsel zwar schon gut erahnen, aber mehr leider auch nicht.

Aber die Bäume entlang des Skyline Drive waren dafür umso schöner. Solche Farben habe ich vorher noch nicht gesehen...
Abschied
Am Montag kam dann der Tag, vor dem ich mich doch etwas gefürchtet habe: Packen für Kanada und der Abschied von Markus...
New York City
Am Dienstag sind Markus und ich nach New York geflogen. Obwohl es für mich bereits das dritte Mal in dieser wundervollen Stadt war, hat sie mich ein weiteres Mal absolut in ihren Bann gezogen, anders kann ich es wirklich nicht sagen.
Sie ist zwar hektisch und laut, aber gleichzeitig grün und ruhig. Wir haben in den vier Tagen hauptsächlich die klassischen Touristensachen gemacht, die ich hier nicht weiter ausführen brauche.
Besonderer Tipp für alle, die mal nach New York fliegen: Schaut euch die Stadt von oben an und zwar nicht nur vom Empire State Building, sondern vom "Top of the Rock" Observation Deck des Rockefeller Center. Von hier hat man einen unglaublichen Blick auf den Central Park und auf das Empire State Building...
In den Bergen
Zwei Tage vor meiner Abreise nach Kanada waren wir in den Appalachen und sind den Skyline Drive entlang gefahren. Ich wollte immer mal den Indian Summer sehen und dafür war die Zeit eigentlich perfekt. Die Blätter leuchten in dieser Region meist zwischen dem 10. und 25. Oktober in den tollsten Farben. Leider hat sich der Indian Summer dieses Jahr scheinbar etwas verspätet. Wenn man in die Ferne geschaut hat, konnte man den nahenden Farbwechsel zwar schon gut erahnen, aber mehr leider auch nicht.
Aber die Bäume entlang des Skyline Drive waren dafür umso schöner. Solche Farben habe ich vorher noch nicht gesehen...
Abschied
Am Montag kam dann der Tag, vor dem ich mich doch etwas gefürchtet habe: Packen für Kanada und der Abschied von Markus...
Montag, 13. Oktober 2008
Living in America...Teil 1
...naja, nicht ganz, aber fast.
Richmond
Ich bin jetzt seit etwas über einer Woche in Richmond, der Hauptstadt des Bundesstaates Virginia. Das Wetter hier ist echt angenehm, man kann problemlos in Rock und T-Shirt rumlaufen - herrlich! Nur abends wird es früh dunkel und recht kühl. Wir haben das Wetter gleich genutzt, um uns an den James River auf Belle Isle zu setzen und ein wenig das Wetter und Wasser zu genießen. Von dort hat man außerdem einen super Ausblick auf die Skyline. Da Markus letzte Woche noch gearbeitet hat, habe ich mich den Rest der Woche allein auf den Weg gemacht, die Stadt etwas zu erkunden. Los ging's mit dem Hollywood Cemetery, einem wunderschön angelegten Friedhof, auf dem zwei der Präsidenten begraben liegen (die ich allerdings trotz Karte und intensiver Suche nicht ausfindig machen konnte). Die Besichtigung des Virginia State Capitol, dem Regierungssitz des Bundesstaates, darf natürlich auch nicht fehlen. Hier werden einstündige Führungen gemacht - nur leider war ich in der ersten halben Stunde die einzige Teilnehmerin und kam mir vor als hätte ich Einzelunterricht in amerikanischer Geschichte. ;-) Davon abgesehen war die Dame aber sehr nett und die Führung wirklich kurzweilig. Ansonsten haben wir die typischen Sachen gemacht, um die man in Amerika einfach nicht herumkommt: Shopping-Mall und Walmart-Supercenter (ich wollte es nicht glauben, aber "mal eben einkaufen gehen" gibt's hier nicht, es ist alles einfach nur riesig und dauert ewig). Beim nächsten Einkauf werde ich versuchen, bei Walmart einen der "Scooter" zu ergattern, die einem das Laufen ersparen (für Ältere auf jeden Fall eine super Erfindung), und durch den Markt cruisen.
Washington
Am Samstag waren wir dann in Washington, was nur 100Meilen von Richmond entfernt liegt. Es war schon toll und beeindruckend, all die Gebäude und Monumente, die man sonst nur aus dem Fernsehen kenn, mal live zu bestaunen. Wir sind unglaublich viel gelaufen und waren acht Stunden unterwegs, um uns ein paar Sehenswürdigkeiten (Pentagon, Capitol, Washington Monument, das Weiße Haus und das Lincoln Memorial) anzuschauen. Am Pentagon sind wir direkt in ein Fettnäpfchen getreten: Wir haben Fotos gemacht, bis ein Polizeiwagen hupend vorgefahren kam und der Polizist uns herzitiert hat. Da wo wir standen durfte man nicht fotografieren sondern erst 200m weiter, was natürlich nirgens auf einem Hinweisschild stand. Haben wir dann gemacht und alles war gut. Die Logik dahinter habe ich aber bis heute nicht verstanden...Nachdem Markus mich schon vorgewarnt hatte, dass das Weiße Haus nun nicht sooo groß und spektakulär sei, war ich doch etwas sprachlos, als ich es gesehen hab. Es steht recht unscheinbar zwischen den Bäumen der Parkanlage und geschätzte 150m vom Zaun entfernt, so dass man schon sehr genau hinschauen muss, um die "Weiße Hütte" (dieser Begriff wäre meiner Meinung nach etwas treffender) zu sehen. ;-) Bilder gibt's im StudiVZ...
Richmond
Ich bin jetzt seit etwas über einer Woche in Richmond, der Hauptstadt des Bundesstaates Virginia. Das Wetter hier ist echt angenehm, man kann problemlos in Rock und T-Shirt rumlaufen - herrlich! Nur abends wird es früh dunkel und recht kühl. Wir haben das Wetter gleich genutzt, um uns an den James River auf Belle Isle zu setzen und ein wenig das Wetter und Wasser zu genießen. Von dort hat man außerdem einen super Ausblick auf die Skyline. Da Markus letzte Woche noch gearbeitet hat, habe ich mich den Rest der Woche allein auf den Weg gemacht, die Stadt etwas zu erkunden. Los ging's mit dem Hollywood Cemetery, einem wunderschön angelegten Friedhof, auf dem zwei der Präsidenten begraben liegen (die ich allerdings trotz Karte und intensiver Suche nicht ausfindig machen konnte). Die Besichtigung des Virginia State Capitol, dem Regierungssitz des Bundesstaates, darf natürlich auch nicht fehlen. Hier werden einstündige Führungen gemacht - nur leider war ich in der ersten halben Stunde die einzige Teilnehmerin und kam mir vor als hätte ich Einzelunterricht in amerikanischer Geschichte. ;-) Davon abgesehen war die Dame aber sehr nett und die Führung wirklich kurzweilig. Ansonsten haben wir die typischen Sachen gemacht, um die man in Amerika einfach nicht herumkommt: Shopping-Mall und Walmart-Supercenter (ich wollte es nicht glauben, aber "mal eben einkaufen gehen" gibt's hier nicht, es ist alles einfach nur riesig und dauert ewig). Beim nächsten Einkauf werde ich versuchen, bei Walmart einen der "Scooter" zu ergattern, die einem das Laufen ersparen (für Ältere auf jeden Fall eine super Erfindung), und durch den Markt cruisen.
Washington
Am Samstag waren wir dann in Washington, was nur 100Meilen von Richmond entfernt liegt. Es war schon toll und beeindruckend, all die Gebäude und Monumente, die man sonst nur aus dem Fernsehen kenn, mal live zu bestaunen. Wir sind unglaublich viel gelaufen und waren acht Stunden unterwegs, um uns ein paar Sehenswürdigkeiten (Pentagon, Capitol, Washington Monument, das Weiße Haus und das Lincoln Memorial) anzuschauen. Am Pentagon sind wir direkt in ein Fettnäpfchen getreten: Wir haben Fotos gemacht, bis ein Polizeiwagen hupend vorgefahren kam und der Polizist uns herzitiert hat. Da wo wir standen durfte man nicht fotografieren sondern erst 200m weiter, was natürlich nirgens auf einem Hinweisschild stand. Haben wir dann gemacht und alles war gut. Die Logik dahinter habe ich aber bis heute nicht verstanden...Nachdem Markus mich schon vorgewarnt hatte, dass das Weiße Haus nun nicht sooo groß und spektakulär sei, war ich doch etwas sprachlos, als ich es gesehen hab. Es steht recht unscheinbar zwischen den Bäumen der Parkanlage und geschätzte 150m vom Zaun entfernt, so dass man schon sehr genau hinschauen muss, um die "Weiße Hütte" (dieser Begriff wäre meiner Meinung nach etwas treffender) zu sehen. ;-) Bilder gibt's im StudiVZ...
Dienstag, 30. September 2008
Vor der Abreise
So, dann werde ich mal mehr oder weniger feierlich meinen ersten Blog eröffnen und euch kurz berichten, wie es im Moment bei mir aussieht. Ich hätte übrigens nicht gedacht, dass ich vor der Abreise noch dazu komme. Heute war mein letzter Arbeitstag und bis zum Ende der Woche habe ich noch ein bisschen Luft, um die letzten Vorbereitungen zu treffen. Die meiste Sorge bereitet mir im Moment das Packen. Laut dem netten Herrn vom Unterwegs-Backpacker-Shop kann man als Frau einen Rucksack von maximal 60l - sprich ca. 15 Kilo - tragen. Das heisst, ich werde eine Menge meiner Sachen hier lassen müssen. Das wird eine Herausforderung, aber naja: Dann geht das Packen wenigstens zügig. Ansonsten schwanke ich im Moment zwischen absoluter Vorfreude und totaler Panik, aber ich denke, das ist normal. Gott sei Dank werde ich erst noch zwei Wochen einen "stopover" bei Markus machen. Sonst hätte ich mir das alles wahrscheinlich schon anders überlegt... ;-)
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