Dienstag, 16. Juni 2009

Hoch hinaus...

Wie ich schon mal angedeutet habe, stehen die Chancen nicht schlecht, dass ich vor meiner Abreise einen "Wanderpost" veröffentliche - und hier ist er nun.

Vorgestern haben wir uns auf den Weg gemacht, ein wenig zu "hiken" - wie das Wandern hier genannt wird. Und dafür haben wir uns einen speziellen Wanderweg ausgesucht, den Grouse Grind Trail. Besonders deshalb, weil er auf den Grouse Mountain (der Berg, auf dem ich im Winter Ski fahren war) führt und man das Stück, dass man normalerweise mit der Gondel überbrückt, zu Fuß läuft... oder sollte ich besser "klettert" sagen...?


Da soll's raufgehen!



Unser Ziel: Der Gipfel des Grouse Mountain mit fantastischem Blick über Vancouver
Unsere Aufgabe: 2,9 km Pfad überbrücken, was in diesem Fall 853 Höhenmeter und 2900 "Stufen" bedeutet

Obwohl ich mich als sehr sportlich bezeichnen würde, hatte ich immer so meine Probleme mit meiner Ausdauer, insbesondere beim Treppen steigen. Das klang also genau nach der richtigen Herausforderung für mich... Der Pfad selbst ist ein Waldweg mit mehr oder weniger improvisierten Stufen... Nach ca. 25 Minuten und bereits völliger Erschöfung haben wir dann die erste Markierung erreicht und ich war absolut davon überzeugt, dass es sich bereits um die Häfte handelt... warum auch immer, vielleicht Verzweiflung... ??? Aber nein, es war die "1/4 Mark"... *schluck*, besonders bei dem Hinweis: "ATTENTION HIKERS: You have reached the 1/4 mark of the 'Grouse Grind Trail'. The remainder of the trail is extremely steep and difficult. Proceed at your own risk" - was soviel heißt wie: "Na, da hast du dir ja was eingebrockt! Sieh' zu, wie du da wieder rauskommst!"



Ich war ehrlich gesagt ein bisschen verzweifelt, aber es nützte ja nichts, jetzt hieß es durchhalten! Wir haben die Pausen kurz gehalten, um nicht Motivation für's Weitermachen zu verlieren, und obwohl die restlichen 3/4 eigentlich die anstrengensten sind, ging es ab da besser voran. Relativ schnell haben wir die 1/2 mark und dann die 3/4 mark erreicht. Es war zwar immer noch verdammt anstrengend, aber ich hab mich auf dem Stück wesentlich besser gefühlt. Nach 1 Stunde und 50 Minuten war es dann vollbracht: Wir waren auf dem Gipfel!





Nach einem kleinen Picknick an der Spitze und ein bisschen Ausruhen ging es dann wieder bergab, diesmal allerdings mit der Gondel, da der Pfad (aus Sicherheitsgründen) nicht für den Abstieg zugelassen ist. Worüber ich allerdings nicht wirklich traurig war... ;-)


Welch nützliche Erfindung...!

Keine Kommentare: