Donnerstag, 25. Juni 2009

Montréal

Station 2 meiner Reise: Montréal, die größte Stadt der Provinz Québec. Auch diese Stadt ist sehr französisch geprägt. Laut meines Reiseführers sind 'nur' 20 Prozent der Einwohner englischsprachig... aber immerhin mehr als nix. Ich musste mir also hier nicht mehr so viele Gedanken um die Sprache machen.

In meinem Zimmer bin ich auch direkt 'nem deutschen Mädel in die Arme gelaufen... Deutsche sind manchmal wirklich überall. Aber das war super. Wir haben uns auf Anhieb verstanden und sind kurz nach meiner Ankunft auf Erkundungstour gegangen. Leider war das Wetter nicht so gut, wie ich es aus Québec City gewohnt war. Recht schwühl und ziemlich bewölkt.

Da ich früher ein recht großer Formel 1-Fan war, führte kein Weg daran vorbei, die Rennstrecke zu besuchen, den Circuit Gilles Villeneuve. Ich wollte unbedingt ein Foto von mir auf der Zielgeraden haben... blöd nur, wenn man in die falsche Richtung läuft und deshalb fast die gesamte Strecke umrundet... Aber letztendlich hab ich mein Foto bekommen:



Zuvor waren wir noch im Olympiapark der Spiele von 1976. Besonderes Wahrzeichen ist der 'Schiefe Turm von Montréal' als Teil des Olympiastadions. Der Olympiapark an sich ist verschwindend klein, ich war wirklich überrascht. Kein Vergleich zu dem Olympiapark in München (andere Vergleiche habe ich leider auch nicht), aber vielleicht bauen Deutsche einfach immer alles überdimensional im Vergleich zu Kanadiern?!? Die Architektur des Stadions ist aber wirklich schön und interessant, obwohl ich doch etwas schmunzeln musste, als ich gelesen hab, dass der Olympiaturm erst satte elf Jahre nach den Spielen fertiggestellt wurde... da hat sich der Kanadier wohl etwas verkalkuliert... ;-)



Etwas, was man sich in Montréal auf jeden Fall antun sollte, ist die Besteigung des Mont Royal, einem kleinen Berg in der Mitte der Stadt, nach dem sie auch benannt ist. Von der Aussichtsplattform hat man einen wunderschönen Blick auf die Skyline der Stadt, auch wenn ich für das Foto gerne 'Blauen Himmel' angeknipst hätte.



An sich ist der ganze alte Teil der Stadt eine Attraktion für sich mit Pflastersteinstraßen (die ich seit fast neun Monaten nicht mehr gesehen hatte), Steinhäusern, der Basilika Notre-Dame de Montréal, dem Rathaus und noch vielem mehr.


Basilika Notre-Dame de Montréal und 'Pflastersteine' (wie unschwer zu erkennen) ;-)


Das Rathaus

Eine Sache, die ich unbedingt noch sehen wollte, war das 'Habitat 67', eine Wohnanlage, die auf den ersten (eigentlich auch auf den zweiten) Blick unglaublich hässlich, aber dennoch interessant aussieht. Der Komplex ist ist Relikt der Expo '67. Das Konzept hinter dieser Anlage ist, die 'Würfel' dieses Gebäudes so anzuordnen, dass die Privatsphäre gewahrt bleibt und einem niemand in die Fenster gucken kann. Außerdem hat man einen perfekten Blick auf die Skyline zur einen und den St.-Lorenz-Strom zur anderen Seite. Das Habitat '67 gehört immer noch zu den beliebtesten Wohngegenden Montréals.





Alles in allem ist Montréal eine beeindruckende Stadt und durch die vielen Festivals und anderen Veranstaltungen gerade für junge Leute und guter Platz zum Leben. Und sie ist die perfekte Mischung aus europäischer und nordamerikanischer Stadt. Trotzdem hat mir hier irgendwie das 'Highlight' gefehlt.

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