Freitag, 19. Juni 2009

Québec City

Ich bin vor einigen Minuten in Montréal, der zweiten Station meines Trips, angekommen. Da ich noch ca. 45 Min. auf's Check-in warten muss, dachte ich, dass ich euch schon mal über die erste Station meiner Reise berichten kann: Québec City, Hauptstadt der Provinz Québec.

Eigentlich dachte ich, dass mich nach fast neun Monaten im Ausland nichts mehr umhauen kann. Gut, ich wurde nicht umgehauen, aber nach meiner Ankunft in Québec habe ich mich so unwohl gefühlt wie lange nicht mehr. Schließlich bin ich noch nie großartig allein gereist und der Abschiedsschmerz saß noch immer tief. Daher bin ich am ersten Abend mehr oder weniger orientierungslos durch die Stadt gelaufen und habe meine Karte verflucht, bis ich dann festgestellt habe, dass nicht die "böse" Karte sondern ich selbst Schuld war an meiner Orientierungslosigkeit... Nachdem ich dann zum Hostel zurückgefunden habe und durch Zufall mit einem Deutschen ins Gespräch kam, war die Welt wieder halbwegs in Ordnung.

Vom Wetter her habe ich ein riesen Glück gehabt (weshalb sich jetzt auch der "Abdruck" meines Rucksacks auf meinen Schultern befindet, ich bin jetzt also braun-weiß gestreift). Nachdem ich mit meiner Hostel-Bekanntschaft am nächsten Morgen noch zwei Stunden ein bisschen durch die Stadt gelaufen bin, war ich wieder "back on track" und konnte mich auf das, was mir bevorstand, wirklich freuen.

Tag 1: Die Stadt
Ich muss sagen, dass es stimmt, was mir meine französischen Freunde in Vancouver gesagt haben. Québec ist wie Saint-Malo. Ja, diese Stadt ist richtig französisch und die einzige, die nördlich von Mexiko City eine noch intakte Stadtmauer besitzt. Trotz kompletter, französischer Beschilderung und Einwohnern, deren Muttersprache Französisch ist, bin ich mit Englisch und ein wenig gebrochendem Französisch ganz gut zurecht gekommen. Ich habe außerdem selten eine so saubere und geordnete Stadt gesehen (oder ist sie vielleicht gar deutsch?). Den ersten Tag habe ich mich eigentlich auschließlich der Stadt gewidmet. Hier ein paar der Eindrücke:


Das Château Frontenac, das meist fotografierte Hotel der Welt




Blick über den St.-Lorenz-Strom


Ab in den unteren Teil der Stadt mit dem Funicular


Wenn das nicht Frankreich ist...


Blick vom Hafen auf die Stadt


Auf der Stadtmauer



Tag 2: Montmorency Falls
Eigentlich wollte ich am zweiten Tag ja die Stadtmauer, auf der man komplett entlang laufen kann, umrunden. Kurz bevor ich aufbrechen wollte, kam ich dann noch mit einer Französin ins Gespräch, die mir den Tipp gab, doch zu den Montmorency Falls, die ca. 7 km nördlich der Stadt liegen, zu fahren. Gesagt, getan.

Die Fälle (obwohl es eigentlich nur einer ist, sind mit über 80 m noch ein ganzes Stück höher als die Niagara Falls, wenn auch mit Sichheit bei Weitem nicht so überwältigend (das werde ich ja dann bald selbst herausfinden). Trotzdem - ich hatte noch nie in meinem Leben "richtige" Wassefälle gesehen und es war auf jeden Fall beeinduckend, das Wasser "herunterdonnern" zu sehen... fast ein wenig unheimlich. Über die Fälle führt eine Hängebrücke und am anderen Ende kann man dann hinabsteigen, so dass man eine tolle Rundumansicht bekommt. Aber unten wird man doch ganz schön nass... klar, ist ja auch Wasser, dass sich nach dem Aufschlagen auf dem Grund ganz gut in alle Richtungen verteilt.







Soweit zu Québec. Jetzt ist es 13 Uhr und es ist Zeit zum Einchecken... Auf zum nächsten Abenteuer, das Montréal heißt!

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